Die Durchquerung der Arktis mit unvorhersehbaren Folgen

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Bild: Imago / Jan Huebner

Gefühle wie Schmerz, Hunger, Erschöpfung – das waren Gefühle, für die Colin O´Brady lebte. Dieser außergewöhnliche Draufgänger weigerte sich vor jeder Herausforderung zurückzuschrecken, selbst wenn sein eigenes Leben auf dem Spiel stand. So auch eines Tages als sich Colin für das tödlichste und zermürbendste Rennen anmeldete.

Zu diesem Zeitpunkt wusste er jedoch nicht, in welche Gefahren er sich stürzen würde. Einen Rückzieher zu machen, stand für ihn nicht zur Auswahl. Dinge die er begann mussten zu Ende gebracht werden. Bei seinem Rennen war Colin das einzige Lebewesen im Umkreis von Meilen, abgesehen von seinem größten Rivalen, der ihm dauerhaft heiß auf den Fersen war.

1. Colins Beruf als Berufung

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Seiner Frau Jenna gab Colin O´Brady jeden Morgen einen Abschiedskuss. Nach diesem morgendlichen Ritual ging er zur Arbeit. Die Arbeit, der er nach ging, war in keiner Weise mit einem normalen Bürojob zu vergleichen. Colins Beruf drängte den menschlichen Körper an seine Grenzen – und oft sogar darüber hinaus.

Doch Colin war das egal, denn diese Art der körperlichen Betätigung war für ihn nicht bloß Beruf. Er sah sich selber in der Pflicht die Grenzen des Möglichen auszutesten. Mit dem Überwinden seiner persönlichen Grenzen wollte er anderen Menschen zeigen, zu welchen Höchstleistungen der Körper eines Menschen fähig ist.

2. Bisherige Erfolge von Colin O´Brady

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Von einem Adrenalin Junkie zu sprechen, wäre eine große Untertreibung und würde der Persönlichkeit von Colin O´Brady in keiner Weise gerecht werden. Sein Lebensziel war es, einer der größten Ausdauersportler der Geschichte zu werden. Dieser Weg lässt sich bloß durch viel Training und Ehrgeiz beschreiten. Keine Frage, diesen Ehrgeiz und das nötige Training hatte Colin.

Erste Erfolge konnte er schon bei diversen sportlichen Wettkämpfen erlangen. Einser seiner größten Triumphe feierte er im Triathlon Zirkus. Egal wie schön diese Erfolge klingen mögen, Colin wollte mehr. Denn das wirkliche Ziel in seinem Leben war die Eroberung des wahrscheinlich tödlichsten Ortes der Erde.

3. Colins unvorstellbarer Plan

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Bild: Imago / Westend61

Colin O ‚ Bradys Traum war die Durchquerung der Antarktis. Auf seinem Wag durch diesen fantastischen Ort erwarteten ihn Temperaturen mit bis zu minus -84 Grad Celsius und keinem vorhandenen Trinkwasser. Selbst für erfahrene Bergsteiger und Abenteuer stellt dieser Kontinent durch seine ganzen Gefahren eine kaum vorstellbare Herausforderung dar.

Viele waren vor ihm schon gescheitert. Viele schwierige Rettungen und sogar einige Todesfälle gingen dem Vorhaben einer Arktis Durchquerung nach. Diejenigen die es schafften den Kontinent zu bezwingen berichten von unvorstellbaren Strapazen und einem harten Weg. Doch Colin war dies nicht genug und er fügte seinem Plan noch eine Wendung hinzu.

4. Widerspruch aus den eigenen Reihen

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INSTAGRAM VERSUS REALITY – This is a pretty picture right? Me and @jennabesaw standing on top of a beautiful peak at sunset! FLASHBACK – This photo was taken two years ago today and it actually captures the moment I realized I’d made a big mistake; a major comedy of errors moment during the 50HP world record project. We’d just completed another great day hitting the high points in Iowa, Illinois, Wisconsin (where we got to climb with the team from @standardprocess including President Charlie Dubois, near their headquarters. They have been such an incredible partner for this project and many more keeping me healthy and prepared) and we were in North Dakota for our last high point of the day. Finding the high point of North Dakota proved harder that you would imagine. We climbed the wrong mountain…reaching this spot at sunset looking out here in the picture realizing we were not at the highest point 🤦‍♂️, we’d have to climb down and begin again on the proper peak. REPOST CAPTION – The lesson I shared that day two years ago: “I caught a stunning sunset in North Dakota last night. But the serene vibe of this picture doesn’t tell the entire story. I climbed up to the point only to look out and realize the White Butte High Point I was looking for was not the mountain in was standing on but rather the one in the distance. This marks the second time this has happened on this journey. There are two choices when things don’t go perfectly to plan. Get frustrated and angry of laugh and enjoy the uncertainty of the adventure. This time I managed to laugh, enjoy this sunset and then climb down and up the proper mountain to bag my 36th High Point just before darkness fell.” #BePossible #50HP

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Colins plante, es allein zu tun. Dieses Kunststück war zuvor nie erfolgreich. Doch dieser Draufgänger mit dem Namen Colin O´Brady wollte es dennoch versuchen. Mit einem erfolgreichen Abschluss seines Vorhabens würde er auf jeden Fall in sämtliche Geschichtsbücher eingehen und jeden bisherigen Rekord in diesem Bereich brechen. Genau das war es, was Colin wollte.

Trotz Colins Zuversicht und seinen bisherigen Erfolgen war vielen von Colins Anhängern und Angehörigen dieses Vorhaben unvorstellbar. Er musste gegen eine große Anzahl von Widersprüchen kämpfen. Diese Widersprüche waren auch nicht unbegründet, denn ein Vorhaben dieser Art könnte tödliche Folgen für Colin haben. Viele negative Beispiele belegten diesen Fakt.

5. Verunsicherung vor dem Start

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Bild: Imago / Cavan Images

Ein britischer Forscher Henry Worsley versuchte selber eine Solo-Durchquerung des Kontinents. Doch er scheiterte und starb 30 Meilen vor der Ziellinie. Und als wäre dies nicht genug war Henry einer von Colins größten Mentoren.

Dieses Beispiel sollte zeigen wie schwierig ein solches Vorhaben sein kann. In der Arktis muss mit einem unvorhersehbaren Wetter gerechnet werden. Schnee, Wind und Eis können stündlich wechseln. Außerdem lauern überall auf dem Weg Gefahren, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Sollte Colin in eine Eisspalte fallen wären seine Chance auf Rettung gleich null schon der Versuch Retter zu kontaktieren, würde erfolglos bleiben.

6. Fit für die Eiswüste

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Bild: Imago / Cavan Images

Kann der 33-Jährige das Unmögliche schaffen, woran schon sein Mentor und Lehrer gescheiter ist? Colin war davon fest überzeugt und ließ sich von keinem in sein Werk hereinreden. Nach seiner Meinung hängt der Erfolg seines Vorhabens ausschließlich von seiner Vorbereitung ab.

Um diesen tückischen Weg zu bezwingen waren diverse Trainings nötig. Colin trainierte jeden Tag, weil er wusste, dass der Weg zum Erfolg nur möglich wird, wenn er sich in der besten Form seines Lebens befindet. Kraftaufbau und Ausdauertraining waren bloß zwei kleine Schlüssel zum Sieg. Um letztendlich den Weg zu schaffen und das unmögliche möglich zu machen, brauchte Colin ein umfassendes Training für alle Bereiche seines Körpers.

7. Viel Gepäck, wenig Platz

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Bild: Imago / Cavan Images

Abgesehen vom Muskelaufbau musste Colin eine gute Balance der Ausrüstung finden. Schwere Ausrüstung würde ihn ausbremsen und den sowieso schon harten Weg noch ein Stückchen schwerer gestalten. Spart Colin jedoch zu viel fehlen womöglich wichtige Ausrüstungsteile, welche in schwierigen Situationen über Leben und Tod entscheiden können. Es musste also bedacht gewählt werden.

Bei Expeditionen als Teil einer Mannschaft könnte man durch das Aufteilen der Last eine größere Menge an Ausrüstung mitnehmen. Da Colin jedoch allein unterwegs war, musste er einige ernsthafte Opfer bringen. Trotz vieler Einsparungen durften Kommunikationsmittel nicht fehlen, da diese essenziell für die Rettung aus schwierigen Situationen sein kann.

8. Ein Schlitten auf Reisen

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Bild: Imago / Westend61

Das nötigste für seine Reise wurde gesammelt. All sein Hab und Gut für die Reise spannte er auf seinen Schlitten der ohne Beladung rund 170 Kilogramm wog. Der Schlitten wurde auf einen LKW geladen und zum Flughafen gebracht. Dort angekommen wurde er per Luftweg zum Startpunkt der Route gebracht. Nachdem noch einige andere Vorbereitungen getroffen wurden, war Colin nach seiner Meinung bereit für die Herausforderung.

Zu diesem Zeitpunkt wusste Colin noch nicht, dass er nicht der einzige mit seinem Ziel bleiben sollte. Es machte sich noch ein anderer Mann bereit, um die Arktis auf derselben Route wie Colin zu durchqueren.

9. Ein unerwarteter Rivale

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Bild: Imago / Photocase

Als Colin von seinem Konkurrenten hörte, traf ihn der Schlag. Denn Colin war nicht der einzige Abenteuerlustige der im Jahre 2018 den Antarktis-Trek versuchte. Ein Veteran der britischen Armee, der zuvor schon mit einer Gruppe den eisigen Kontinent durchquerte, wollte sich ebenfalls an dem besagten Rekordversuch testen.

Der Name des Konkurrenten war Louis Rudd und dieser hatte mindestens genauso viel Ehrgeiz und Training wie Colin selber. Die konnte er auch auf der gemeinsamen Reise nach Süden bei einigen Gesprächen erfahren. Viele vorherige Erfolge und Auszeichnungen zeigten Colin O´Brady, dass die Tour durch die Arktis eines seiner härtesten Rennen werden würde.

10. Konkurrenzdruck als Antrieb

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Bild: Imago / Imaginechina-Tuchong

Bei genauerem Nachdenken war Colin trotzdem erfreut, einen Konkurrenten auf seinem Weg zu haben. Durch den Konkurrenzdruck hoffte er, dass er nun jemanden hätte der ihn durch die eisige Wüste drängen würde. Er war optimistisch, dass er durch diesen Druck zu Höchstleistungen auflaufen könne.

Beim Anblick der harten und unnachgiebigen Landschaft, der Wetterbedingungen und der eisigen Wüste war ihm jedoch klar, dass die Bedingungen der Route beide Wanderer schnell auseinandertreiben würde. Nach dem Start der Tour setzt bei beiden Rivalen auch schnell die harte Realität ein. Denn die Arktis erwies sich als sehr harter Gegner, den es zu bezwingen galt.

11. Probleme mit dem Vorankommen

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Bild: Imago / Everett Collection

Der Athlet hatte zu Beginn Schwierigkeiten mit dem Vorankommen. Er bewegte sich Wochen, wenn nicht gar Monate, in denen er sich langsam vorwärtsbewegte. Dies lag vor allem an den schwierigen Wetterbedingungen und dem harten Routen verlauf. Einen Fehltritt konnte sich Colin nicht erlauben denn es lauerten überall gefahren. Sein Fokus musste jede Sekunde rasiermesserscharf bleiben.

Ein Fokusverlust könnte bedeuten, dass Colin einen Absturz riskiert. Der Sturz könnte bedeuten, dass er einen Abhang hinunterrollt oder in ein eiskaltes Becken stürzt. Ohne die Chance auf Hilfe könnte Colin nur versuchen sich selber zu befreien, bliebt dies erfolglos sehen die Chancen sehr schlecht aus.

12. Erschöpft im ewigen Eis

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Bild: Imago / Westend61

Beim täglichen Niederlassen gab es auch kaum Annehmlichkeiten, denn das kalte Wetter machte auch vor rastenden Geschöpfen kein halt. Colin musste seinen Durst mit faden, vom Schnee geschmolzenem Wasser stillen um hydriert zu bleiben. Selbst das Essen musste unter härtesten Bedingungen zubereitet werden, da aufwendiges kochen bei diesen Bedingungen kaum möglich war.

Die menschlichen Geschäfte musste Colin besonders schnell in einem Loch erledigen, da durch die extremen Temperaturen empfindliche Regionen des Körpers abfrieren. Eine Verletzung in diesem Maße könnte zum Abbruch der ganzen Expedition führen. Ein vorschnelles Ende des ganzen lag aber in keiner Weise im Interesse von Colin O’Brady.

13. Die Nacht wird zum Feind

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Bild: Imago / imagebroker

Auch schlafen stellte sich als außerordentlich schwierig heraus, denn Colin musste nach einem 12-stündigen Wandertag Essen vorbereiten, das Zelt entgegen der Kräfte des Windes vorbereiten und alle anderen Vorbereitungen für eine Nacht treffen. Mehrmals wehte der Wind das Zelt sogar fast weg, sodass Colin O´Brady ohne bleibe wäre, auch dieser Verlust würde zu einem Abbruch der Tour führen.

Luxus war für die Zeit der Wanderung auch ein Fremdwort. Der einzige Luxusartikel der Colin blieb war sein Satellitentelefon einer seiner letzten Verbindungen zu Außenwelt. Auch zu Kommunikation mit Jenna wurde das Telefon genutzt, vielleicht gab diese Kommunikation dem einsamen Wanderer zwischendurch noch etwas Kraft.

14. Jenna hat Angst um Colin

Bild: Imago / imagebroker/puchinger

Seine Frau Jenna hörte Colin zu, wie er täglich von seinen Kämpfen in der Eiswüste berichtete. Hingegen ihrer normalen Erinnerung an ihren Mann musste sie mitbekommen, wie unglücklich sich ihr selbstbewusster und risikofreudiger Ehemann anhörte. Sie war sehr verwundert und machte sich Sorgen um ihren Mann, der so unendlich weit von ihr entfernt war.

Er war sich oft nicht sicher, ob er das ganze wirklich wollte oder ob er die Strapazen bis zum Ende der Tour aushalten würde. Ein Teil von Colin wollte das Ganze abbrechen und nach Hause gehen, bevor Rudd oder die Elemente das Beste aus ihm herausholten.

15. Beunruhigender Gewichtsverlust

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Bild: Imago / Panthermedia

Es war sehr beunruhigend, dass Colin immer mehr Gewicht im Laufe der Zeit verlor. Sein Gewicht erreichte einen kritischen Wert. Dies geschah trotz maßgefertigter Ernährung. Seine Nahrung bestand aus Proteinriegeln und nährstoffreichen Mahlzeiten. Trotz dieses maßgeschneiderten Ernährungsplans wurde er immer dünner und schwächer.

Es war wichtig, dass Colin sein Gewicht hält und genug Kraft für die restlichen Kilometer der Wanderung hat. Ein weiteres Absinken seines Körpergewichtes würde für Colin und sein Ziel unvorhersehbare Folgen haben. Um das Abschließen der Wanderung zu sichern, wurde sein Körpergewicht weiter beobachtet, um auf der sicheren Seite für die restliche Zeit der Wanderung zu sein.

16. Missgeschicke in der arktischen Wüste

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Bild: Imago / imagebroker/wothe

In der arktischen Wüste muss auch menschlichen Bedürfnissen nachgekommen werden. Colin erlebte dieses Gefühl auch. Als er jedoch Gas lassen wollte, war er sehr gedemütigt als er etwas sehr Hartes in seiner Unterhose fand. Seine erste Intention war es, die beschmutzte Unterhose zu wechseln, denn das Waschen von Wäsche ist bei eisiger Kälte nicht möglich.

Als er in seinen Rucksack schaute, musste er feststellen, dass er kein einziges paar Ersatzunterwäsche fand. Dies hatte den Grund, dass der Rucksack extrem leicht sein musste. Für Unterwäsche war daher kein Platz. Er musste auch merken, dass für viele andere Luxusartikel kein Platz in seinem Reisegepäck war.

17. Die unerbittliche Natur zeigt ihre Stärken

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Bild: Imago / VWPics

Nach diesem Missgeschick war Colin sehr demoralisiert. Doch er musste weiter wandern egal ob saubere Unterwäsche oder nicht. Auch die Natur lässt hier nicht nach und hackte unerbittlich auf dem Wanderer.

Die unerbittlichen Bedingungen der Landschaft und das zermürbende Wetter zehrte an seinen Kräften. Er fühlte sich in der Eiswüste wie ein „Korken“ der in Mitte von hohen Wellen verloren im Ozean schwimmt. Auch das Gefühl eins Sandkornes am Strand ließ sich mit seinem Gefühl vergleichen. In einigen Momenten seiner Reise dachte er darüber nach, um Hilfe zu rufen. Er musste feststellen, dass der unerbittliche Wettkampf mit der Arktis härter war als gedacht.

18. Letzte Kräfte werden mobilisiert

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Bild: Imago / Photocase

Nur durch seinen festen eisernen Willen konnte er verhindern aufzugeben. Sein Ziel andere mit seiner Nachricht zu erreichen fesselte ihn und sorgte für extreme Kräfte. Trotz der harten Seite der Arktis zeigte Colin auch, dass die Abgelegenheit auch schöne Seiten haben kann. Weite Eisfelder glitzerten im Sonnenschein und zeigte die schöne Natur unserer Welt von denen einige Bilder auch im Netz geteilt wurden.

Er wollte zeigen, dass entschlossene Individuen mit einem Ziel alles schaffen können, wenn sie es wirklich wollen. Sein Mantra „Du bist stark, du bist fähig“ hielt ihn auf seinem Weg am Leben – bis er nicht mehr weitergehen konnte.

19. Endlich am Ziel

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Bild: Imago / DBS-Akademie

Weitergehen konnte er nicht, weil er die gegenüberliegende antarktische Küste erreichte! Die Soloroute, welche er beschritten hatte endete nach 54 Tagen endlich. Colin konnte es kaum glauben, doch er war am Ziel. Nach einer langen Zeit voller Strapazen, Schmerzen und harten Lebensbedingungen hatte er einen kompletten Kontinent bezwungen. Nach langem Kämpfen hatte er das Ziel, welches er sich so oft vor Augen führte endlich erreicht.

Mit dem letzten Rest seiner Kräfte rief er seine Frau Jenna an, um sie über die neusten Umstände aufzuklären. Es ging bei seinem Anruf nicht bloß um seine abgeschlossene Wanderung, er hatte auch eine weitere Gute Nachricht.

20. Ein Ziel und ein Sieg!

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Bild: Imago / Panthermedia

Der Abschluss seiner Reise war nicht das Einzige was ihn glücklich stimmte, seinen britischen Rivalen Louis Rudd schlug er mit einem Vorsprung von zwei Tagen. Nachdem sich beide Rivalen wiedersahen und sich über ihre Erlebnisse austauschten, feierten sie ihren Erfolg mit Bieren und Burgern.

Beide berichteten über ihre unerbittlichen Kämpfe im ewigen Eis und waren sich sicher, dass sie mit ihrem Erfolg gegen die unerbittliche Natur Glück hatten. Denn die heimtückischen Begebenheiten einer Polarexpedition können schnell umschalten und in einem Misserfolg eines solchen Vorhabens enden. Obwohl sie während ihrer Expedition Rivalen waren, schweißte das Band des gemeinsamen Erfolgs beide zusammen.