11 der seltsamsten Tierarten auf unserem Planeten

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Auf der Welt gibt es fast neun Millionen Tierarten. Einige davon sind jedem bekannt, andere kennt nur der erfahrene Zoologe. Einige Arten sind inzwischen ausgestorben, während andere erst entdeckt wurden. Jeden Tag kommen mehr als 160 neue Tier- und Pflanzenarten hinzu, doch gleichzeitig sterben auch bis zu 150 Arten pro Tag aus.

Die skurrilen Arten haben besondere Eigenschaften und werden von den Verbänden für Artenschutz geschützt – auch, weil sie ebenjene Eigenschaften haben, die weltweit einzigartig sind. Wer hat schon einmal von dem Dumbo-Oktopuss oder dem Koboldhai gehört? Oder dem Warzenhonigfresser. Wir präsentieren Ihnen hier die 22 seltsamsten Tiere und ihre bizarren und erstaunlichen Eigenschaften.

1. Dumbo-Oktopuss / Pacu-Fisch

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Bild: Imago / Bluegreen Pictures

Der Dumbo-Oktopuss ist eine Unterart der Oktopusse, die ihren doch ziemlich außergewöhnlichen Namen vom dem Disney-Film „Dumbo“ hat. Die Art zählt 14 Unterarten und wird bis zu 1,8 Meter groß. Sie ernährt sich von Muscheln, Würmern oder Krebstieren und wird drei bis fünf Jahre alt. Heimisch ist sie in der kalten Tiefsee in bis zu 5.000 Metern Tiefe.

Der Pacu-Fisch oder auch Schwarzer Pacu ist ein Fisch in der Familie der Sägesalmler und der größte seiner gesamten Art. Bekanntheit erlangte er aber vorwiegend aufgrund seiner ungewöhnlichen Zähne, die an ein menschliches Gebiss erinnern. Er ist vor allem in den Gewässern Südamerikas zu finden.

2. Großer Pampashase / Dikdik

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Bild: Iulian N / Shutterstock.com

Der Große Pampashase ist augenscheinlich ein Nagetier und erinnert äußerlich an eine Mischung aus Kaninchen und Hirsch. Er ist in Argentinien heimisch und ernährt sich, genau wie andere Hasen hauptsächlich von Pflanzen. Eine weitere besondere Eigenschaft: Er ist ein begnadeter Sonnenbader. Außerdem ist er tagaktiv und gräbt sich nachts zum eigenen Schutz tief in die Erde ein.

Der Dikdik ist eine afrikanische Zwergantilope und kaum größer als ein Hase. Im ostafrikanischen Buschland heimisch, ernährt er sich vorwiegend von Früchten und Blättern. Die Tiere, die auch als Madoquas bekannt sind, haben weitere, noch quirligere Unterarten wie den Kirk-Dikdik oder den Günther-Dikdik.

3. Wollkopfgeier / Goldscheiteltaucher

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Bild: Michael Nosek / Shutterstock.com

Der Wollkopfgeier ist ein Greifvogel, der zu den Altweltgeiern gehört. Er ist in Afrika und vorwiegend im Bereich der Sahara verbreitet, steht jedoch kurz vor dem Aussterben. Seine besondere Eigenschaft ist der weiße, wollartige Kopf, der dem Wollkopfgeier auch seinen wirklich lustigen, aber berechtigten Namen gegeben hat.

Der Goldscheiteltaucher gehört zu den Lappentauchern und ist im südlichen Südamerika angesiedelt. Was ihn so besonders macht, ist sein goldener Scheitel, doch auch die Körpergröße von bis zu 32 Zentimetern ist erstaunlich. Auch der Goldscheiteltaucher ist vom Aussterben bedroht. Genau wie seine Artgenossen steht er deshalb unter besonderem Schutz und darf nicht gefangen werden.

4. Gürtelmull / Narwal

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Bild: Imago / VWPics

Der Gürtelmull ist die kleinste Art der Armadillos und wird nur wenige Zentimeter groß, womit er optisch an den Burmeister-Gürtelmull erinnert. Er ist vor allem im argentinischen Grasland heimisch, wird in den letzten Jahren aber immer seltener. Der Gürtelmull ernährt sich vor allem von Insekten, stellt die Wissenschaft aufgrund seiner Seltenheit aber noch immer vor viele Fragen.

Der Narwal ist eine besondere Walart, die in erster Linie für ihren spitzen, sehr langen Zahn bekannt ist. Sie ist in Grönland, Kanada und Russland heimisch und bewegt sich deutlich langsamer fort als andere Walarten. Nur wenn sie verfolgt werden, erreichen Narwale Spitzengeschwindigkeiten.

5. Mähnenwolf / Riesenassel

Bild: Imago / Olaf Wagner

Der Mähnenwolf ist vor allem für eins bekannt: seine rotbraune Mähne. Das Tier ist in Südamerika heimisch und gleich einem Fuchs, doch es handelt sich weder um einen Wolf noch um einen Fuchs, sondern um einen Wildhund. Deshalb bildet der Mähnenwolf auch keine Rudel. Mit einer Paarungszeit im Frühsommer, ist der Nachwuchs besonders vielen Fressfeinden ausgesetzt, weshalb der Mähnenwolf von der IUCN als „potenziell gefährdet“ eingestuft wird.

Die Riesenassel findet man nur in den tiefsten, kältesten Gewässern des Atlantiks, Pazifiks und indischen Ozeans. Von einer harten Schale umgeben, zählt die Riesenassel wohl zu den zähsten Tieren die es auf unserem Planeten gibt.

6. Koboldhai / Giraffengazelle

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Der Koboldhai gehört zu den seltensten Haiarten überhaupt. Dabei ist er schon seit über 125 Millionen Jahren in den Ozeanen heimisch, wo er nur die tiefsten Tiefen bewohnt. Er erreicht eine doch recht stattliche Größe von 3 bis 4,5 Metern und hat eine auffällig rosafarbene Haut. Seinen Namen hat er, wie man sich bei seinem Anblick vorstellen kann, von der abgeflachten Schnauze und den nagelartigen Zähnen.

Die Giraffengazelle hat ihren Namen von ihrem auffällig langen Hals. Auch die Giraffengazelle ist vom Aussterben bedroht. Die wenigen verbliebenen Exemplare ernähren sich vor allem von Pflanzen und ziehen sich nachts zum Schutz vor Fressfeinden in Erdlöcher und entlegene Bereiche zurück.

7. Seefledermaus / Fingertier

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Die Seefledermaus erinnert optisch an eine Mischung aus Fledermaus und Krabbe. Sie kriecht auf dem Boden herum und hat auffällige rosa Lippen. Auf den Galapagos-Inseln und in Peru heimisch, ist die Seefledermaus relativ weit verbreitet. Seine raupenartigen Glieder erlauben es ihr, sich auf dem Meeresboden fortzubewegen.

Das Fingertier, auch Aye-Aye genannt, ist ein in Madagaskar heimischer Lemur. Das Tier ist für seine auffällig langen Finger bekannt und nach aktuellem Wissensstand außerdem der größte nachtaktive Primat der Welt. Er gehört zur Familie der Daubentoniidae und hat zudem ein besonders auffälliges Gesicht, was ihn für verschiedenste Fressfeinde leider auch ziemlich attraktiv macht.

8. Euspinolia militaris / Schopfhirsch

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Bild: R. de Bruijn_Photography / Shutterstock.com

Euspinolia militaris, aufgrund ihres weiß-schwarzen Pelzes auch Panda-Ameise genannt, ist technisch gesehen keine Ameise. Vielmehr gehört das Insekt zur Art der Wespen und ist deshalb auch vorwiegend an den trockenen Küsten Chiles zu beobachten. So niedlich sie auch aussehen: Die Panda-Ameisen sind hochgiftig und können ihre Beute mit einem Stich töten.

Der Schopfhirsch hat Fangzähne wie ein Wildschwein und eine schopfartige Erhebung auf dem Kopf. Die vorgestellten Reißzähne sind jedoch nur bei den Männchen vorhanden, welche aufgrund dieses auffälligen Merkmals oft mit den Muntjacs verwechselt werden. Er erreicht eine relativ geringe Körpergröße und ernährt sich wie seine Artgenossen vorwiegend pflanzlich.

9. Warzenhonigfresser / Irawadidelfin

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Der Warzenhonigfresser gehört zur Familie der Honigfresser und ernährt sich, wie der Name vermuten lässt, von Honig. Er frisst aber auch Früchte, Eukalyptus und Obst von verschiedensten Bäumen sowie kleinere Insekten. Ein weiteres Erkennungsmerkmal des auffälligen Vogels sind seine lauten und schrillen Schreie.

Der Irawadidelfin ist ein Delfin aus der Gattung der Orcaella und lebt vor allem in der asiatischen Küstenregion. Zu den Walen gehörend, wird er oft auch als Flussschwein bezeichnet, was auf seine Nahrungssuche zurückzuführen ist, die durch das Wühlen im Bodenschlamm bestimmt ist. Auf diese Weise findet der Irawadidelfin Insekten und kleine Tiere, von denen er sich ernährt.

10. Große Achatschnecke / Dugong

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Bild: vkilikov / Shutterstock.com

Die Große Achatschnecke zählt zu den Afrikanischen Riesenschnecken und überdies zu den größten Landschnecken der Welt. Sie ernährt sich vor allem pflanzlich, nimmt aber auch Aas zu sich. Wie andere Schnecken der Art Lissachatina fulica, gehört auch die Große Achatschnecke zu den Hermaphroditen und hat sowohl ein männliches als auch ein weibliches Geschlechtsteil.

Der Dugong oder Gabelschwanzseekuh ist der letzte verbleibende Vertreter der Gabelschwanzseekühe und bewohnt vor allem den Indischen Ozean und den Westpazifik. Neben seinem auffälligen Äußeren ist er vor allem auch durch seine besondere Ernährung bekannt, denn der Dugong frisst fast ausschließlich Seegräser. Sieht dieses Lebewesen nicht wie die Vorlage zur Produktion eines neuen Ikea-Stofftiers aus? Knuddelig auf jeden Fall.

11. Gelbaugenpinguin / Neunaugen

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Bild: Robert CHG / Shutterstock.com

Der Gelbaugenpinguin ist ein Pinguin mit auffällig gelben Augen, der nur in Neuseeland und auf den südlichen Aucklandinseln heimisch ist. Er ernährt sich von Fisch und Kopffüßern und jagt dafür in bis zu 60 Zentimeter Wassertiefe. Seine Brutstätten befinden sich meist in kleinen Buchten oder auf geschützten Landzungen.

Neunaugen sind fischähnliche Wirbeltiere, die seit über 500 Millionen Jahren im Ozean leben und sich seitdem kaum entwickeln hat. Ihr aalartiger Körper und der flossenartige Rücken lassen sie an klassische Aale erinnern. Anders als ihr Name vermuten lässt, haben die Tiere aus der Klasse der Petromyzontida nur zwei Augen, obwohl 9 sicherlich lustig ausgesehen hätten.