Eine unglaubliche Entdeckung in einem alten Wrack

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Viele Geschichten haben sich auf den weiten Meeren abgespielt. Heutzutage sind es Sagen und historische Ereignisse. Die einzigen Spuren, die wir heute finden können, liegen auf dem Meeresgrund.

So verhält es sich auch mit dem einst größten Navigationsschiff der schwedischen Marine. Die sogenannte Kronan, was übersetzt Krone bedeutet, war 1672 im Besitz der schwedischen Marine und war zu der Zeit eines der am schwersten bewaffneten Kriegsschiffe der Welt.

Sie sank auf einer schlechten Tour und die Besatzung starb. Man fand das Schiff erst 300 Jahre später und daher wusste keiner so genau, was noch vorhanden war. Auf dem Meeresgrund lauerten Schätze. Welche es waren, erfahren sie jetzt.

1. Das schwedische Kriegsschiff

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Die Kronan war ein schwedisches Kriegsschiff, das zu den größten seiner Art gehörte, als es im 17. Jahrhundert gebaut wurde. Dieses massive Schiff, ein Flaggschiff der schwedischen Marine, wurde 1672 nach etwa vierjähriger Bauzeit fertiggestellt.

Kronan war erst vier Jahre lange auf See, bevor es verschwand. Während der Schlacht um das Öland am 1. Juni 1676 kenterte das gesamte Schiff nach einer scharfen Wende.

Daraufhin wurde der größte Teil des Bogens geräumt und das Schiff begann schnell zu sinken. Ungefähr 800 Männer starben und mehr als 100 Schusswaffen, persönliche Gegenstände sowie Gold- und Silbermünzen sanken mit auf den Meeresgrund. Dies blieb lange unentdeckt.

2. Verschollen im Meer

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340 Jahre lag die Kronan auf dem Meeresgrund vor der Südostküste Schwedens, bevor man Sie aufsuchte. Auf dem Meeresgrund der Ostsee wurde es zu einem typischem Wrack, an dem Meerespflanzen wuchsen und Meeresbewohner sich ein Zuhause suchten.

Das Schiff wurde von der Fauna und Flora des Meeres umhüllt und so wurde es auch für lange Zeit vergessen. Doch dann entschlossen sich tauchende Archäologen dazu, dieses Schiff auf dem Grund des Meeres zu finden.

Es dauerte fast 300 Jahre, bis das gesunkene Schiff Schlagzeilen machte. 1980 lokalisierte der schwedische Archäologe Anders Franzén, der auch Meerestechniker war, die genaue Position von Kronan am Grund des Ozeans.

3. Die erste wichtige Entdeckung

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Die erste unglaubliche Entdeckung von Franzén und seinem Team, waren die Kanonen, die seitlich aus den Wrack ragten. Tatsächlich war die Kronan eines der am schwersten bewaffneten Schiffe des 17. Jahrhunderts.

Dies zeigte sich daran, dass das Schiff mit 110 Schusswaffen ausgestattet war. Während der Expedition 1981 entschied die Besatzung, es sei das Wichtigste, erst die Waffen sicher vom Schiff zu transportieren.

Die kleinen Kanonen konnten die dabei problemlos aus dem Wasser tragen, allerdings baten sie die schwedische Küstenwache, die größeren Herauszuholen, die teilweise mehr als vier Tonnen wogen. Alle Kanonen waren unterschiedlich, da sie Trophäen aus andern Ländern waren.

4. Die gründliche Suche

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Glücklicherweise war der Großteil das Wrack steril und somit war dieser ausreichend beleuchtet, da sich das Sonnenlicht von der Wasseroberfläche reflektierte. Dies half besonders bei den Ausgrabungen, da sie nun das ganze Licht nutzen konnten und deshalb deutlich schneller arbeiten konnten. Trotzdem dauerte das Bergen von allen Objekten fast ein Jahr.

Die Entdeckung umfasste mehr als 30.000 Artefakte. Die Archäologen fanden viele Objekte, mit denen sie gerechnet hatten, wie Waffen und Werkzeuge. Darunter entdeckten sie auch einen Schrank mit historischen Navigationsinstrumenten. Allerdings waren auf dem Schiff noch mehr Schätze verborgen, mit denen die Archäologen nicht gerechnet hatten.

5. Die wahren Schätze

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Natürlich war auch eine typische Kriegskiste mit an Bord. In der befanden sich Silbermünzen. Es war üblich, so eine Kiste dabei zu haben denn damit wurde nicht nur der Lohn der Besatzung bezahlt, sondern war auch der Puffer bei Notfällen.

Silbermünzen waren nicht die einzige Währung, die man auf dem Schiff gefunden hatte. Dies löste viele historische Spekulationen aus. 1982 wurde eine Sammlung von 255 Goldmünzen entdeckt.

Das interessante dabei war, dass die Münzen aus der ganzen Welt kamen. Es gab Münzen aus Sevilla, Reval und Kairo. Bei den Münzen handelte es sich um Dukaten, welches die häufigste Währungsform im Mittelalter war.

6. Waffen

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Das Wrack des Schiffes war vollgefüllt mir den unterschiedlichsten Gewehren und anderen Schusswaffen. Da diese seit Jahrhunderten am Meeresgrund lagen, waren sie sehr verrostet. Wissenschaftler restaurierten die Waffen und nun werden sie im Kalmar Country Museum in Schweden ausgestellt.

Dort wurde eine große Ausstellung veranstaltete, die sich nur der Entdeckung der Kronan widmete. Doch dass es auf dem Schiff viele Schusswaffen gab, war keine große Überraschung. Neben Waffen entdeckten Archäologen auch viele Musikinstrumente.

Darunter waren Violinen, Trompeten und eine Viola da Gamba. Dadurch gewann man einen Einblick in das soziale Leben der Seeleute. Offensichtlich beschäftigten sie sich mit Musik und sorgten für Unterhaltung.

7. Tabak und Kleidung

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Die Archäologen entdeckten Tabak, welches auch zu dem damaligen Alltag gehörte. Unabhängig der Position und des Rangs rauchten mit höchster Wahrscheinlichkeit alle Männer auf dem gesamten Schiff. Der Tabak war in Fässern verpackt, in denen die Tabakblätter viele Jahre lang aufbewahrt wurden.

Der Tabak wurde sowohl medizinisch als auch zum Vergnügen konsumiert. Auch wenn es seit dem 17. Jahrhundert in Schweden angebaut wurde, so ist es wahrscheinlicher, dass der gefundene Tabak aus Nordamerika stammt.

Neben Tabak, befanden sich auch sehr gut erhaltene Textilen auf dem Schiff. Die Kleidung gibt den Historikern einen Überblick über die Herstellung der Kleidung.

8. Das Hirngewebe

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Archäologen haben nicht nur Kleidung und Alltagsgegenstände gefunden, die die Besatzungsmitglieder widerspiegeln und das damalige Leben erklären, sondern auch wesentliche Beweise für die Besatzungsmitglieder selbst gefunden.

Die Überreste von zwei Besatzungsmitgliedern wurden im Wrack gefunden und einer ihrer Schädel enthielt sogar Reste von Hirngewebe. Während ca. 800 Männer beim Untergang der Kronan ihr Leben ließen, hatten nur 40 andere das Glück zu überleben.

Obwohl Hirngewebe nicht so oft entdeckt wird, war keine Entdeckung so bemerkenswert wie die, die sie 2016 fanden. In einer ihrer Ausgrabungen fanden Archäologen einen mysteriösen schwarzen Topf. Was sich in dem Topf befand, wird Sie zum Schmunzeln bringen.

9. Der schwarze Topf

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Dieses schwere schwarze Glas war perfekt in den Meeresboden eingebettet. Zuerst waren sich die Archäologen nicht sicher, was sich darin befinden könnte. Da es schwer war, könnte es eine andere Truhe sein, die alte Münzen enthielt.

Mit dieser Theorie lagen sie allerdings sehr falsch. Erst als der Topf an die Oberfläche gebracht wurde, konnte man erkennen um was es sich wirklich handelte. Der kleine schwarze Topf war nur aufgrund des Wasserdrucks so schwer.

Als das Gefäß nun an die Oberfläche gebracht wurde, veränderte sich der Druck und daher wurde der Topf undicht. Es kam ein stechender Geruch daraus.

10. Der Käse

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Wissenschaftler glaubten, sie hätten einen 340 Jahre alten Käse gefunden. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich um ein Milchprodukt handelt, und wir denken, dass es sich um Käse handelt“, sagte der Archäologe Lars Einarsson gegenüber dem schwedischen Pressezentrum The Local.

Die Menschen am Standort Kronan trauten weder ihren Augen noch ihren Nasen. Es war erstaunlich, dass ein Produkt wie Käse auf dem Meeresboden über 300 Jahre haltbar war. Einarsson sagte, es sei etwas wie ein Roquefort Käse gewesen.

Die Konsistenz war etwas körnig. Es lag im Schlamm und ist einigermaßen gut erhalten. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass es über 300 Jahre auf dem Meeresgrund schlummerte.

11. Das Genussmittel

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Im 17. Jahrhundert war Käse ein Luxus, den sich nur Angehörige der reichsten Schichten leisten konnten. Es ist sogar möglich, dass dieser Topf dem Kapitän des Schiffes gehört.

Es ist eine Schande, dass sie es nicht genossen haben konnten, bevor der Kronaner unterging. Obwohl es wie die meisten teuren Käsesorten gut und scharf riecht, kann es lebensgefährlich werden. „Ich empfehle es auf keinen Fall zu probieren. Es ist eine Masse von Bakterien“, sagte Einarsson.

Wir finden es erstaunlich, wie sich der Wert der Dinge verändert. Was damals als Luxusgut galt, steht bei uns fast jeden Tag auf den Tisch und ist jederzeit verfügbar.