19 verlassene Militärbasen der Welt

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Verlassene Orte, sogenannte Lost Places, üben für viele Menschen eine gewisse Anziehungskraft aus. Es erfüllt diese mit Freude, diese Orte zu erkunden. Vielleicht ist es auch das Ungewisse, einen Ort zu entdecken, von dem man nicht weiß was dort zuvor geschehen ist. Besonders interessant sind hier Gelände des Militärs.

Früher waren diese strategisch wichtig, zum Beispiel in aktiven Gebieten. Aber auch für Trainingszwecke oder Tests wurden sie verwendet. Zur aktiven Zeit durfte kein Mensch nur in die Nähe von Militärgeländen. Was dort geschah, blieb geheim. Und das in vielen Fällen auch dann, wenn die Gebäude nicht mehr benötigt wurden. Wir zeigen Ihnen 19 verlassene Gelände des Militärs.

1. Duga Radar, Ukraine

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Wenn Sie das größte Radar der Welt sehen wollen, müssten Sie durch das Sperrgebiet von Tschernobyl. Bereits hunderte Meter davon entfernt, könnten Sie das Raketenspähsystem Duga 1 hören und sehen! Mehr als 60 Stahlbauten ragen hier in die Höhe. Jedes davon ist um die 150 Meter hoch. Die Aufgabe der Antennen war die frühzeitige Erkennung von gestarteten Raketen.

Der Standort in der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks wurde bewusst gewählt. Zu den Gründen zählte die strenge Bewachung und die kontinuierliche Versorgung mit Strom. Der genaue Zweck des Duga Radars wurde jedoch erst nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bekannt. Bis dahin war das Raketenfrühwarnsystem streng geheim. Aufgrund der hohen Strahlenbelastung wurde der Betrieb eingestellt. 

2. Teufelsberg, Berlin

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Der Teufelsberg ist zwar nicht der höchste Berg Berlins, jedoch der wohl beeindruckendste. Der Trümmerberg liegt im Ortsteil Grunewald und bietet einen Blick auf das Naturschutz- und Erholungsgebiet. Hört sich eigentlich sehr idyllisch an, nicht wahr? 

Doch am heutigen Standort sollte in den 1940er Jahren die Wehrtechnische Fakultät für die Welthauptstadt Germania entstehen. Nach der Sprengung der Anlage nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäudereste aufgeschüttet. Zur Zeit des Kalten Krieges wurde der Teufelsberg als Abhörstation der US-Armee genutzt. Seit der Wiedervereinigung erinnern nur noch die Überreste an die interessante Geschichte. Mittlerweile verfällt das beeindruckende Bauwerk immer mehr und wird durch Vandalismus zerstört.

3. Nekoma Pyramide, North Dakota

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Mitte der 70er Jahre wurde in North Dakota eine eigenartig anzusehende Pyramide fertiggestellt. In dem kleinen Ort Nekoma entstand nämlich ein erster Versuch der US-Regierung, ein Abwehrsystem aufzubauen. Das ganze kostete stolze sechs Milliarden Dollar. Genannt wurde das System ganz sinngemäß Safeguard. Können Sie sich vorstellen, welchen Zweck diese Pyramide erfüllen sollte?

Tatsächlich war die Pyramide ein Radarsystem, dass alle Himmelsrichtungen abdecken sollte. Es diente zur Erkennung von Raketen aus der Sowjetunion. Gleichzeitig befanden sich auf dem Gelände auch Silos mit eigenen Raketen. Aufgrund zu hoher Kosten wurde das Programm nach kurzer Zeit aufgegeben. Seitdem steht das komplette Gelände verlassen.

4. Pointe du Hoc, Frankreich

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Pointe du Hoc heißt ein ehemaliger Stützpunkt der deutschen Armee in Frankreich. Er bezeichnet einen 500 Meter langen und 30 Meter hohen Teil der Steilküste an der Normandie-Küste. Die Deutschen hatte die Stellung im zweiten Weltkrieg mit Tunneln und Betonbauten gesichert. Damit konnten sie einen enorm großen Strandabschnitt kontrollieren und waren dafür gefürchtet.

Diese Stellung der Deutschen war für die Alliierten eine große Gefahr. Deshalb beschlossen sie, dass amerikanische Truppen diese einnehmen sollten. Trotz großer Verluste gelang dies der zuständigen Truppe. Heutzutage erinnert eine Gedenkstätte an die damaligen Ereignisse. Dieses verlassene Militärgelände kann daher ganz einfach besucht werden.

5. Insel Askold, Japanisches Meer

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Mitte des 19. Jahrhunderts breitete Russland seinen Herrschaftsbereich immer mehr nach Osten aus. Dabei wurde auch die Stadt Wladiwostok und die vorgelagerte Insel Askold eingenommen. Nicht umsonst bedeutet der Name der Stadt übersetzt „Beherrsche den Osten„. Schnell wurde dieser Bereich zu einer Seefestung der Russen gegen die Japaner ausgebaut.

Zudem fanden die Russen auf der Insel Askold wertvolle Goldminen. Dies machte sie noch wichtiger. Der Stützpunkt auf der Insel sorgte auch dafür, dass die Japaner beobachtet werden konnten. Mittlerweile ist Askold verlassen, kann jedoch von Touristen besucht werden. Viele der alten Bunker und zahlreichen Bauten sind noch immer erhalten.

6. Flakturm, Humboldthain

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Während des zweiten Weltkriegs wurden in Berlin in den Jahren 1941 und 1942 sogenannte Flaktürme errichtet. Diese wurden als Antwort auf einen Luftangriff der Royal Air Force Mitte 1940 geplant. So entstanden jeweils zwei dieser Türme im Tiergarten sowie den Parks Friedrichshain und Humboldthain. Ein Turm war für die Erfassung mittels Radar, einer für die Abwehr zuständig.

Dabei waren die Türme zusätzlich so etwas wie unterirdische Festungen. Bis zu 50.000 Menschen konnten in den Luftschutzbunkern unterhalb der Türme Schutz finden. Nach dem Ende des Krieges wurden diese jedoch gesprengt und unter Trümmerbergen begraben. Lediglich ein Teil der Türme in Humboldthain ist noch heute begehbar.

7. Greenbrier, West Virginia

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In der Stadt White Sulphur Springs in West Virginia steht mit dem Greenbrier ein Luxus-Hotel. Doch dieses verbirgt etwas ganz Besonderes. Bereits im Jahr 1778 wurde das Hotel erbaut. Können Sie sich vorstellen, dass das Hotel über 30 Jahre als geheime Regierungsanlage fungierte? Tatsächlich wurde 1959 ein Bunker unterhalb des Hotels errichtet.

Bis zu 18 Meter tief sollte dieser dem Kongress im Falle eines Angriffs als Schutz dienen. Auf einer Fläche von über 3000 Quadratmeter war dort alles vorbereitet. 1100 Personen hätten dort Platz gefunden, 270.000 Liter an Wasser, eine Kantine sowie ein OP-Saal waren beispielsweise vorhanden. Mittlerweile können Teile des Bunkers sogar besucht werden. Dieser wurde vermutlich nie benutzt.

8. Cape May Bunker

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Im Süden von New Jersey liegt mit Cape May ein beliebter Ferienort. Die südlichste Stadt von New Jersey glänzt beispielsweise durch hervorragende Strände. Doch unweit des Leuchtturms müssen Besucher des Strandes diesen immer mit einem ungewöhnlichen Gebilde teilen. Denn dort steht ein großer Betonbunker aus dem zweiten Weltkrieg.

Dieser, als Battery 223 bezeichnet, wurde 1943 aus Sorge vor zu schlechter Küstenabwehr fertiggestellt. Zu dieser Zeit lag der Bunker von Sand begraben. Die enthaltenen Verteidigungsmaßnahmen kam jedoch nie zum Einsatz. Mittlerweile liegt der Bunker aufgrund der Erosion komplett frei. Anfangs stand er etwa 750 Meter vom Meer entfernt. Mittlerweile wird er bei Flut bereits vom Wasser überspült.

9. Balaklava

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Der Hafen von Balaklava ist sehr gut geschützt. Durch die s-förmige Ausfahrt zum Schwarzen Meer ist die Bucht von der offenen See nicht sichtbar. Gleichzeitig schützen die umliegenden Berge vor feindlichen Angriffen auf dem Landweg. Aufgrund der geographisch günstigen Lage entstand auf der Halbinsel Krim in den 1950er und 1960er Jahren ein geheimer U-Boot-Bunker. Das Gebiet Sewastopol unterlag strengen Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen. Jahrelang wusste keiner von dem Bau des Bunkers, da die Bucht nicht einmal auf Karten sichtbar war.

Nach der Auflösung der UdSSR im Jahr 1991 wurde der Betrieb der Anlage eingestellt. Da der 15.000 Quadratmeter große Stützpunkt unbewacht war, wurde er zunächst geplündert. Seit 2003 befindet sich in der ehemaligen Werft- und Arsenalanlage ein Museum. Hier können Sie mehr über den atombombensicheren Ort erfahren. Im Notfall hätten hier 3.000 Menschen einen Monat lang überleben können!

10. Hashima, Japan

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Der Anblick der Hashima-Insel vor der Küste Japans ist erschreckend. Sowohl von der Größe als auch vom Aufbau her erinnert die Silhouette der Insel an ein Kriegsschiff. Daher wird die Hashima-Insel auch oft als Kriegsschiff-Insel bezeichnet. Viele von Ihnen sehen hier vielleicht Parallelen zu dem James-Bond-Film Skyfall, für den die heute verlassene Insel als Vorbild für eine Festung diente.

Kaum zu glauben, dass Hashima früher einmal zu den am dichtesten besiedelten Gegenden weltweit zählte. Hashima war einst ein florierender Kohleabbau-Standort. Über 5000 Menschen lebten bis zu den 1970er Jahren auf der 160 mal 480 Meter „kleinen“ Insel. Neben den freiwilligen Arbeitern lebten auch viele Zwangarbeiter auf Hashima. Nach dem Ende der Kohle-Ära wurde die Insel zum Sperrgebiet erklärt. Heute können Touristen die einsturzgefährdeten Ruinen der Insel auf eigene Gefahr besuchen.

11. Wolfsschanze, Polen

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Die Wolfsschanze in Ostpreußen — im heutigen Polen — war eines der Hauptquartiere der obersten Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Trotz der Lage im dichten Wald wurden zusätzlich noch künstliche Bäume und Tarnnetze aufgehangen. So sollte der Ort vor dem Feind versteckt bleiben. Was er dabei nicht bedachte war, dass dieser mit ihm an einem Tisch sitzen könnte. Während einer Lagebesprechung verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Tat, deren Grundlage er in seiner Aktentasche versteckt hatte. Er selbst verließ nur wenige Minuten zuvor den Ort. Kaum zu glauben, aber Hitler überlebte diese Aktion.

Über 75 Jahre später ist die Wolfsschanze immer noch von großer Bedeutung. Die Ruine ist ein Symbol des Widerstands und eine Attraktion für Touristen. Nun sollen innerhalb der Mauern die ehemaligen Räume nachgebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

12. Maginot Linie

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Die Ligne Maginot ist eine Reihe von Verteidigungsbunkern entlang der deutsch-französischen Grenze. Sie wurden zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gebaut. Der damals amtierende Verteidigungsminister André Maginot war der Namensgeber für die Festungen. Das System diente als Vorbild für den Westwall in Deutschland und dem Tschechoslowakischen Wall.

Wie bereits im Ersten Weltkrieg ist die Wehrmacht später auch über Belgien nach Frankreich eingezogen. Oft wird die Maginot Linie daher respektlos als „unnütz“ bezeichnet. In Wirklichkeit ermöglichte die Befestigungslinie jedoch einen effektiven Schutz der Grenze. Heute können viele Werke besucht werden. Fort Hackenberg ist eine der Anlagen, die restauriert wurden. Weitere Forts beinhalten zudem kleine Ausstellungen.

13. Vis Island, Krotien

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Erst seit den 1990er Jahren ist die traumhafte kroatische Insel Vis wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Lange Zeit war Vis verboten und ein militärisches Sperrgebiet. Die 90 Quadratkilometer große Insel umfasste zahlreiche militärische Objekte — geschützt durch Stacheldrahtzaun oder unterirdische Gänge. Unter der Erde befand sich sogar ein Krankenhaus! Trotz der Größe wurde Vis oft als größte Festung der Adria bezeichnet.

Trotz des zunehmenden Verfalls der Festungsanlagen zeugen diese heute noch von der damaligen Besatzung. Die historischen Bauwerke zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Vis ist ein beliebtes Ziel für einen Badeurlaub aufgrund der wunderschönen Buchten, Badestränden und Wassersportarten. Der Tourismus ist neben dem Fischfang ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Insel ist zudem für den Wein- und Olivenanbau bekannt.

14. Olavsvern, Norwegen

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Sie sollten unbedingt die außergewöhnliche Geschichte über Olavsvern in Norwegen kennnen! Selbst, wenn der ehemalige Marinestützpunkt bis heute nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist… Der U-Boot Bunker Olavsvern der NATO im norwegischen Tromsø ist von außen kaum sichtbar. Steht man vor dem Eingang kann sich keiner vorstellen, was im Innenraum auf einen wartet.

Neben den USA und Russland hat auch Norwegen während des Kalten Krieges einen geheimen Marinestützpunkt errichtet. Im Jahr 1967 wurde der 25.000 Quadratmeter große Bunker eröffnet. Nachdem der Marinestützpunkt geschlossen wurde, suchte die norwegische Regierung nach einem neuen Besitzer. Ironischerweiße wurde die einzigartige Immobilie für einen Spottpreis an einen privaten Investor verkauft. Dieser vermietet die geheime Militärbasis an russische Schiffe.

15. Fort Ord, Kalifornien

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Nach dem Eintritt in den ersten Weltkrieg kaufte die US-Regierung 6 Hektar Land in der Nähe von Monterey in Kalifornien. Dort errichtete man ein Ausbildungsgelände für Soldaten. Dieses wurde später in Fort Ord umbenannt und um Kasernen und einem Flugplatz ergänzt. Nicht selten galt es aufgrund der Lage als einer der schönsten Stützpunkte des Militärs.

Zwischen 1940 und 1973 wurden über 1,5 Millionen Soldaten hier ausgebildet. Erst im Jahr 1991 wurde beschlossen, das Fort zu schließen. Dies geschah dann im Jahr 1994. Mittlerweile ist ein Großteil dieses Geländes renaturiert und als National Monument zugänglich. Au einem kleinen Teil übt die US Navy aber tatsächlich noch. Zudem sind einige Teile noch verlassen.

16. Militärbunker Vieques, Puerto Rico

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Während des zweiten Weltkriegs war die USA auf der Suche nach einem neuen Marine-Stützpunkt. Als strategisch wichtigen Punkt machten sie dabei die Insel Vieques, nahe von Puerto Rico, aus. Und so kaufte die US-Marine 1941 zwei Drittel der Insel und gestaltete sie um. Das westliche Ende war geprägt von Bunkern zur Lagerung von Kriegsgeräten.

Am östlichen Ende entstanden Übungsplätze, welche für Trainings sowie Tests verwendet wurden. Auch nach Ende des Krieges war die Marine für Tests bis zum Jahr 2003 auf der Insel, Operationen wurden seit 2001 nicht mehr durchgeführt. Seitdem stehen viele der Bunker leer, einige werden von Non-Profit-Organisationen verwendet.

17. Palmerston Forts, Portsea Island, England

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Dieser Betonklotz, der aussieht wie ein großer schwimmender Reifen, ist Teil von alten Befestigungsanlagen an der Küste von Großbritannien. Die sogenannten Palmerston Forts bestehen aus Festungen und Strukturen, die ihm viktorianischen Zeitalter gebaut wurden. Aus Angst vor einer zu starken französischen Marine wurden diese 1860 errichtet.

Dazu gehörten auch vier solcher Festungen auf dem Wasser, die alles zur Verteidigung enthalten sollten. Doch leider wurden diese auch als Palmerston Follies bekannt. Denn bis zu ihrer Fertigstellung war auf der einen Seite jede Gefahr von Frankreich aus vorüber. Auf der anderen Seite waren die Verteidigungsmaßnahmen bereits wieder veraltet. Mittlerweile wurden zwei dieser Festungen auf dem Meer zu Hotels umgebaut.

18. Maunsell Sea Forts

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Sie scheinen die perfekte Filmkulisse für einen Horrorfilm zu sein. Dabei spielte sich in den Maunsell Sea Forts wirklich eine furchterregende Geschichte ab. Seit dem Zweiten Weltkrieg stehen diese unheimlichen Seefestungen vor der Küste Englands. Die Forts wurden nach ihrem Architekten, Guy Maunsell, benannt. Er entwarf sowohl für die Royal Navy als auch die British Army solche Festungen. Letzt genanntere sollten zur Flugabwehr deutscher Angriffe genutzt werden.

Können Sie sich vorstellen, dass in einem dieser Türme über 250 Personen untergebracht waren? Kein Wunder, dass sie auch Festung des Wahnsinns genannt wurden. Trotz der gruseligen Geschichte fahren Schau- und Abenteuerlustige mit den Booten zu den Maunsell Sea Forts…

19. Skrunda-1, Lettland

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Mitten im heutigen Lettland steht eine Geisterstadt, die bereits viele Besucher anzieht. Sie trägt den Namen Skrunda-1. Tatsächlich ist diese Zahl kein Fehler. Denn Skrunda-1 war die Bezeichnung eines ehemaligen Stützpunktes der Sowjetunion während des Kalten Krieges in der Nähe der Stadt Skrunda. Diese war streng geheim und nur den Bewohnern, dem Militär und den Wissenschaftlern vor Ort bekannt.

Ganze 40 solcher geheimer kleinen Städte errichtete die Sowjetunion aus Angst vor der USA. Sie dienten vor allem der Überwachung mit Hilfe von Radarsystemen. Die Stadt enthielt Wohnhäuser, einen Supermarkt, Fabriken und ein unterirdisches System an Bunkern. Seit 1999 ist sie endgültig verlassen.